Die Geschichte der Hanfpflanze

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Hanf (Cannabis) gilt als die älteste Kulturpflanze der Menschheit, deren Ursprung vor über 12000 Jahren in Asien vermutet wird. Bereits damals wurde die Hanfpflanze als Nutz- und Kulturpflanze angebaut, deren Fasern für Papier, Kleidung oder Seile – und deren Samen als wertvolles Nahrungsmittel verwendet wurden.

Ein weiterer Vorteil beim Anbau der Hanfpflanze war, das sie so gut wie überall auf unserem Planteten sehr einfach anzubauen ist, sehr schnell wächst und dazu noch mit wenig Wasser auskommt. Darüber hinaus schützt sich die Hanfpflanze vollkommen selbstständig gegen ihre natürlichen Feinde wie Schädlinge und Ungeziefer, was den Anbau dieser Pflanze wesentlich vereinfachte.

Rasch erkannte man auch das Potenzial der Hanfpflanze bei der Versorgung von verwundeten Kriegern, deren Wunden man mit Cannabisblättern abdeckte oder gegen Gicht und Geistesabwesenheit einsetzte.

Durch die Erschließung der Seewege gelangte die Hanfpflanze schließlich in alle Teile unserer Welt, und so wurde z.B. die amerikanische Unabhängigkeitserklärung im Jahre 1776 auf traditionellem Hanfpapier unterzeichnet.

Auch in der Medizin galt Hanf immer schon als wertvolles Heilmittel mit sehr breitem Anwendungsgebiet, selbst die österreichische Kaiserin Maria Theresia wurde von ihrem königlichen Hausarzt mit Cannabis gegen ihre Migräne oder bei Menstruationsproblemen erfolgreich behandelt, wie gefundene Aufzeichnungen belegen.

Cannabis war im 19. Jahrhundert aber auch als psychoaktives Genussmittel und Rauschmittel bekannt, und so zählte THC-haltiger Ahornsirup-Haschisch-Konfekt zu den beliebtesten Süßigkeiten in den USA. Cannabis-Extrakte wurden in allen Apotheken verkauft und galten als stimulierende, beruhigende Präparate mit antibakterieller und antiseptischer Wirkung, welche auch an Kinder verschrieben wurden.

Durch die Industrialisierung und den Fortschritt der Pharmaindustrie war es dann plötzlich möglich, synthetische Arzneistoffe herzustellen, welche wesentlich einfacher und noch dazu in riesigen Mengen produziert werden konnten.

Baumwolle konnte plötzlich durch Maschinen einfach und kostengünstig geerntet und verarbeitet werden, und für die Papierproduktion setzte sich Holz als Rohstofflieferant durch.

Im Jahre 1920 wurde die Hanfpflanze schließlich aus wirtschaftlichen Interessen per Gesetz verboten, und der Kampf gegen Cannabis war eröffnet. Es war der Leiter des amerikanischen Drogendezernats Harry Anslinger, der für die Cannabis-Prohibition verantwortlich war und dabei äußerst geschickt vorging. Der Konsum von Cannabis wurde mit Suizidgedanken und geisteskrankem Verhalten in Verbindung gebracht, Propagandafilme wurden ununterbrochen über TV oder Kino ausgestrahlt, Zeitungen und Plakate erinnerten pausenlos an die angeblich schädliche Wirkung von Cannabis – mit großem Erfolg.

Die Auswirkungen der Cannabis-Prohibition sind bis heute bei der Mehrheit unserer Bevölkerung fest in den Köpfen verankert, und so gilt die Cannabispflanze bei vielen Menschen als gefährliches Rauschmittel und wird mit allen möglichen harten Drogen in Verbindung gebracht.

Erst seit kurzem gewinnt die Cannabispflanze wieder zunehmend an Bedeutung.

Durch die -Legalisierung von Cannabis in einigen US-Bundesstaaten, welche paradoxerweise für das Cannabisverbot 1920 verantwortlich waren, hat sich die Meinung bezüglich Hanf geändert und die Forschung begann erneut.

Heute wird Cannabis bei verschiedenen Erkrankungen wie z.B. Krebs, Multipler Sklerose oder kindlicher Epilepsie als wertvolles Heilmittel anerkannt und verschrieben.

Israel gilt heutzutage als weltweiter Vorreiter, was die Behandlung mit Cannabis -Präparaten betrifft, und bietet Patienten durch staatliche Regulierung Cannabis zur Heilung diverser Krankheiten an. Patienten mit Cannabisrezept bekommen in speziell eingerichteten Cannabisapotheken Cannabispräparate in allen möglichen Variationen wie Blüten, Öle, Tinkturen, Kapseln oder Zäpfchen.

In Deutschland wurde vor kurzem medizinisches Cannabis legalisiert, und so können nun auch deutsche Bürger medizinisches Cannabis in Form von Hanfblüten aus der Apotheke beziehen. Auch wenn derzeit von Versorgungsengpässen und Problemen bei der Übernahme der Kosten durch die Krankenkassen berichtet wird, ist die Hoffnung der betroffenen Patienten, für welche sich Cannabis als medizinische Notwendigkeit erwiesen hat, groß.

2018 wurde in Österreich die Hanfpflanze zur Arzneipflanze des Jahres ernannt.

Luxemburg hat als erster europäischer Staat beschlossen, Cannabis für medizinische Zwecke als auch für den Freizeitgebrauch vollständig zu legalisieren.

Das Ende der weltweiten Cannabis Prohibition von 1920 hat somit begonnen.